23.08.2017

Der Talort heißt genau so  wie der bei Bergsteigern bekannte Montblanc. Mit Campingplätzen ist es in der Gegend schlecht bestellt deshalb stelle ich meinen Camper in einem Wohngebiet ab. Am nächsten Tag fahre ich die enge Straße wie schon gestern bei meiner Erkundung wieder hinauf, parke am Straßenrand N41° 20' 24.0" E1° 08' 12.5" und fahre mit meinem Bike zum Zustieg hinauf. Zu Fuß wäre es eine weite Strecke und mit meinem Camper wäre es unmöglich gewesen auf dem steinigen Weg zu fahren.

Der Einstieg ist schnell erreicht und schon geht es in die Seile.

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Die Eisenklammern sind jeweils gerade noch erreichbar und einige überhängende Passagen zehren am Bizeps.

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Dann kommt die Überraschung. Ein völlig dunkles Höhlensystem ist zu durchsteigen und ich habe meine Stirnlampe vergessen. Zuerst versuche ich in der Dunkelheit voran zu kommen was jedoch misslingt. Dann suche ich nach einem Notausstieg der mit dem Hinweis „Escape“ zwar markiert ist, aber im Nirwana endet. Als ich Stimmen höre beschließe ich zu warten um nach dem Abstieg zu fragen.

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Herauf kommen Martha und Beppe wie sich später herausstellt. Die beiden bieten mir an mit ihnen das Höhlensystem zu durchsteigen was ich dankend annehme. Man glaubt ja immer wenn man schon so viele Klettersteige gemacht hat dass nichts Neues mehr möglich ist. Das Klettern in der Dunkelheit mit Stirnlampe ist jedoch wieder etwas Neues.

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Zu guter Letzt stellt sich der Ausstieg in einem engen Kamin als Schlüsselstelle dar und Beppe hat sogar ein Seil dabei um die nachfolgende Martha zu sichern.

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Ich komme aber ohne Unterstützung problemlos hinauf und freue mich über die nette Bekanntschaft am Berg.

Der Abstieg ist jetzt markiert mit Steinmännchen und ist leicht zu finden. Mit dem Bike bin ich schnell wieder am Camper angelangt.

 

Video aus dem Klettersteig


Via ferrata Venes de Rojalons
Via ferrata Venes de Rojalons