Monte Faloria (2123 m) Sorapiss-Gruppe, Cortina d´Ampezzo 09.08.2012

faloria 1

Die Ferrata führt durch die gewaltige Westwand des Monte Faloria. Mit der Faloria Seilbahn fahre ich bis zur Mittelstation Mandres und beginne von dort den Zustieg. Auf gut markiertem Pfad erreiche ich den Einstieg. Der Andrang bei diesem Klettersteig hält sich mit gerade mal 2 Bergsteigern außer mir in Grenzen. Die Drahtseilsicherungen sind perfekt angebracht und schon nach den ersten Seillängen macht sich super Kletterfeeling breit. Viele Felsgriffe und –tritte machen das Drahtseil zur reinen Sicherung. Absichtlich bin ich erst gegen 10 Uhr mit der Bahn hochgefahren, da die Wand noch voll im Schatten liegt. Trotzdem bin ich froh um meinen Anorak, der bei dem leichten Wind vor dem Auskühlen schützt. Abwechslungsreich geht es mal über steile Grate, glatte Wände und leichtere Abschnitte nach oben. Die Aussicht auf die gegenüber liegenden Tofanen ist einmalig. Allerdings sind die Gipfel meist durch Wolken versteckt. Die große Höhe dieser Gruppe macht die Begehung der dort zahlreich vorhandenen Ferratas zu hochalpinen Touren. Ich freue mich weiter an der wirklich hervorragenden Steiganlage und erreiche locker und problemlos den Ausstieg der unweit der Bergstation Faloria gelegenen Aussichtsplattform. Als ich gerade meine Tour ausdehnen will und in Richtung Rifugio Tondi weitergehe, überrascht mich plötzlich ein Gewitterschauer. Unter einer mächtigen Kiefer warte ich den Regenguss ab und wandere zurück zur Bergstation. Das ist eben das Problem im Hochsommer, dass schnell ein Gewitter aufziehen kann. Wenn man sich dann in einem Klettersteig befindet, sieht es mit den Schutzmöglichkeiten nur sehr dürftig aus.

Bilder aus dem Klettersteig

Sollte ich die Tour noch einmal machen, würde ich sogar mein Mountainbike mit zur Mittelstation Mandres hochnehmen, um auch diesen Spaß der Talabfahrt noch mitzunehmen. Alles in allem eine empfehlenswerte Tour abseits der überlaufenen „Modeferratas“.