die 2-te

Großer Koppenkarstein 2865 m (19.08.2012)

Ein weiterer Vorschlag in diesem Führer (siehe Skywalk-KS) verwies auf den Zustieg über den Koppenkarstein-Westgrat und hinunter in die Austriascharte. Bei meiner ersten IRG-Begehung erreichte ich diese über den Rosmariestollen und ein abschüssiges Schneefeld. So folgte ich dieses Mal auch dieser Beschreibung über den K-Westgrat. Der Übergang zur Austriascharte erwies sich dann auch nicht als ideal, da wichtige Drahtseilsicherungen zerstört in der Gegend herum lagen. Trotzdem war der Übergang auf einem ausgetretenen Pfad zu bewältigen. Der weitere Abstieg zum Edelgrießgletscher ist in mehreren Bereichen mit einem Fixseil gesichert. Dann quere ich das weite Schneefeld des Edelgrießkars hinauf zur Edelgrießhöhe. Über eine Geröllflanke erreiche ich schließlich den Einstieg des IRG-KS.

Der Klettersteig ist perfekt gesichert und bei jeder Umhängestelle sind ausreichende Tritte vorhanden. Guter Felskontakt und eine super Routenführung ergeben absoluten FELSFUN. Vom Gipfel aus gehe ich weiter über den Koppenkarstein-Westgrat zurück zur Hunerscharte und der Bergbahn. Die Seilbrücke in diesem Steig hatte ich schon am Morgen einmal begangen und auch im Abstieg war sie eine gelungene Abwechslung. Es war eine lohnende Rundtour im gigantischen Dachsteinmassiv.

Bilder aus dem Klettersteig

Video aus dem Klettersteig


felsfun.de -

 

die 1-te

Der Wetterbericht kündigt schon für den nächsten Tag schwere Unwetter an. Nur heute soll es noch schön sein. So bin ich bereits wieder auf dem Heimweg aus der Steiermark und beschloss beim Frühstück, dem Dachstein noch einen Besuch abzustatten. Der IRG KS war schon einmal mein Tourenziel, aber damals war ich zu spät dran fürdiesen KS. Als ich um 11 Uhr an der Hunerkogelbahn ankomme, muss ich schon unterhalb der Bahn parken, da alle Parkplätze der Bahn bereits belegt sind. (und das an einem Werktag). An der Talstation dann eine Menschenschlange die bis ins Freie reicht. Kurz denke ich daran umzukehren, doch plötzlich geht es in der Schlange ein schönes Stück voran. Die letzte Talfahrt ist um 17:15 Uhr, also müsste die Zeit für den "IRG" reichen, da er mit ca. 4,5 Stunden angesetzt ist. Geduldig warte ich, bis ich endlich in der Gondel zur Bergstation hinaufschweben kann.

Oben empfängt mich kalter Wind und die Sonne vesteckt sich hinter dicken Wolken. Sofort stapfe ich über die Schneefelder hinüber zum "Rosmarie-Stollen" den ich über die hohe Alu-Leiter erreiche. Die sich auf der Südseite anschließende Querung hinüber zum Edelgrießgletscher ist aufgrund des immer noch unter der Schneedecke liegenden Sicherungs-Drahtseiles nicht besonders angenehm. Ersatzweise ist ein lockeres Sicherungsseil vorhanden, dem ich mich aber lieber nicht anvertrauen möchte. Der steile Abstieg hinunter zum obersten Edelgrießgletscher und die anschließenden Querungen fordern auch noch einmal volle Aufmerksamkeit. Dann stehe ich am Einstieg zum "IRG".

Der Klettersteig ist perfekt angelegt und durchweg problemlos zu gehen. Allerdings pfeift ein kalter Wind um die Grate und schnell ziehe ich mir meinen Anorak über. Dicke Wolken drängen von Norden heran. Ein Gewitter hier oben auf dem Grat wäre nicht gerade ideal. So steigere ich mein Tempo um möglichst schnell weiter zu kommen. Erst auf dem Koppenkarstein-Westgrat über den ich absteige, reissen die Wolken auf und ich kann die traumhafte Aussicht mit Ruhe geniessen. Auf dem gesicherten Grat geht es lebhaft zu und bald erreiche ich die Austriascharte, wo ich in der jetzt prallen Nachmittagssonne mein nass geschwitztes Hemd trocknen kann.

Locker fahre ich gegen 16 Uhr mit der Gondel wieder ins Tal hinunter. Nach dem Passieren der unteren Mautstelle der Zufahrtsstraße, bricht dann das Unwetter doch noch los. Ringsum wird es ganz schwarz und es regnet in Strömen. Kurz vor der Autobahn komme ich noch an einer Strassensperre vorbei. Bei einer Hangabrutschung hat sich ein großer Baumstam auf die Fahrbahn geschoben. Kaum bin ich vorbei, kommt auch schon die Feuerwehr mit einigen Fahrzeugen entgegen. Für die jetzt folgende Bergung hätte sicherlich die Straße für einige Stunden völlig gesperrt werden müssen.

Aber Glück muß man eben haben!!