die 2-te

Seemauer 1650 m (Hochschwab)

Schon gestern stand ich am Einstieg dieses Klettersteiges und begann den Aufstieg bis zum Notausstieg. Dort begann es leicht zu regnen. Nach einiger Wartezeit stieg ich über den Notabstieg wieder ab, denn die sich ab hier anschließende Wand ist gewaltig. Der Salza-Klettersteig musste als Lückenbüsser herhalten.

Aber heute ist ein super Tag und entsprechend gut ist die Stimmung am Einstieg, wo sich schon einige Kletterer eingefunden haben. Der KS gehört neben dem "Constantini" zu meinen anstrengendsten Touren. Nicht die Schwierigkeiten zehren an der Kondition, sondern die Länge. Besonders der lange Abstieg über den Kaisersteig (Weg 822) ist nur mit starken Nerven zu bewältigen. Über ausgesetzte Steilstufen führt der Pfad zum Leopoldsteiner See hinab. Nur an wenigen Stellen befindet sich eine Drahtseilsicherung und ich bin wirklich froh, als ich endlich die Forststraße erreiche. Sollte ich wieder einmal hier landen, nehme ich bestimmt den längeren Abstiegsweg über die Seeau (Weg 820).

Trotzdem ist es eine absolut empfehlenswerte Tour an die ich mich gerne erinnern werde.

Bilder aus dem Klettersteig

Video aus dem Klettersteig


felsfun.de -

 

die 1-te

Auf der Suche nach einem jetzt schon begehbaren Klettersteig, bin ich wieder einmal beim "Franz-Josef" gelandet. Eine Sperre von der Forstverwaltung weist darauf hin, daß wegen Waldarbeiten hier der Durchgang (über die Brücke) gesperrt ist. Da ich die Motorsägen der Waldarbeiter aus großer Entfernung genau entgegengesetzt meiner Aufstiegsrichtung höre, ignoriere ich den Hinweis und folge dem frisch markierten Pfad (gelbe Leuchtfarbe) zum Einstieg. Dort angekommen ist am Drahtseil ein Zettel angebracht mit dem Hinweis: Klettersteig gesperrt, Drahtseile sind entfernt.
Ich ärgere mich zunächst, daß dieser Hinweis nicht schon früher angebracht war, stelle aber später beim Abstieg dann fest, daß ich einige dieser Hinweise einfach nicht wahrgenommen hatte. Wahrscheinlich hatten die Waldarbeiter meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen.
Wie auch immer, ein strahlender Sonnentag und eine völlig trockene Wand mit hervorragenden Drahtseilen ließen mich dieses Zettelchen übergehen und schnell war ich in der Wand zugange. Da ich den Steig vom letzten Jahr her noch kannte, wusste ich über die kommenden Schwierigkeiten Bescheid und hatte neben einem Rückzug im Klettersteig auch noch den nach dem ersten Teil abwärts führenden Notausstieg in Aussicht. So lege ich den Teil 1 des Steiges flott zurück, immer gewärtigt, das Drahtseil das mir den Weg im super griffigen Fels vorgibt, plötzlich enden zu sehen.
Nichts dergleichen geschieht und so steige ich im schrofigen Waldgelände, am Notausstieg vorbei, zum Einstieg des 2. Teiles.
Jetzt muß ja irgendwann einmal das Drahtseil "entfernt" worden sein, denke ich mir und beginne vorsichtig den weiteren Anstieg! Aber der Klettersteig präsentiert sich auch hier von seiner besten Seite. Ich kann mir auch wirklich nicht vorstellen, daß man wegen des Winters diesen bestens gebauten Steig jeden Winter ab- und dann wieder aufbauen sollte. So erreiche ich schließlich unbehindert den Rastplatz mit Wandbuch am Ende des 2. Klettersteigteiles.
Immer mehr vermute ich eine "Große Verarsche" der Kletterer, wie es bekannter Maßen auch am Donnerkogel geschehen ist. Wegen irgendwelcher Streitigkeiten einiger "Behörden" kam es dort zur Verlegung eines Steigteiles in ein morastiges Latschenfeld. Oder wenn ich an den "Stevia-Klettersteig" im Grödner Tal denke, wo man die ersten Drahtseilmeter am Einstieg demontiert hat, der gesamte Klettersteig dann aber ein echtes Highlight ist.
Nach kurzer Rast beginne ich mit dem Zustieg zum Teil 3 über einen steilen Schrofen-Grashang. Siehe da, hier in diesem Gelände hat man doch tatsächlich das Drahtseil demontiert. Für den trittsicheren Kletterer ist dieser Hang problemlos zu begehen. Nur ausgerechnet die letzten 10 Meter am Wandfuß des 3. Teiles sind im brüchigen Fels zu durchklettern. Mit etwas gutem Willen, könnte man hier sicherlich diese kurze Passage auch winterfest sichern und damit den ansonsten traumhaft zu begehenden Steig schon wesentlich früher begehbar machen. Auch wäre ein entsprechend genauerer Hinweis auf den ungesicherten Abschnitt hilfreich, um wenigstens den 1. Teil des KS freizugeben.
Dieser Teil bietet durchaus ein passables Klettervergnügen und man kann dann über den Notausstieg bequem wieder zum Leopoldsteiner See absteigen.
Auch der 3. Teil war ist wieder einwandfrei gesichert und auf den letzten Metern bei der Seilbrücke lässt schließlich die Anspannung nach, die sich auf die eventuell zusätzlich zu erwartenden abgebauten Drahtseile bezogen hat. Der Abstieg über denKaisersteig (Weg 822)gestaltet sich wieder genau so nervenaufreibend wie im letzten Jahr.Den längeren Abstiegsweg über die Seeau (Weg 820) kann ich nicht gehen, da er noch tief verschneit ist.
Bis auf den Abstieg, ist der Franz-Josef ein super Unternehmen bei dem man seine echte Kletterfreude hat.