die 2-te Elferkofel 2505 m

Wenn man viele Klettersteige gegangen ist, macht man seine Erfahrungen! Wie schon oft empfunden, sind Zu- und Abstiege oft viel gefährlicher als der Klettersteig selbst. Der Zustieg zu diesem KS gehört in diese Kategorie. Bis zum Abzweig nach der Elferhütte ist der gut markierte Weg ganz normal. Doch ab dem großen Hinweisschild zum KS geht es auf einem schmalen ausgesetzten Pfad bergauf, bergab zum Einstieg. Einmal ist eine kurze Stelle Drahtseilgesichert, ein anderes Mal wurde wohl der Versuch einer Sicherung unternommen, doch das Seil hängt nur zusammengerollt an der Wand. Es ist für mich der nervenaufreibendste Zustieg den ich gegangen bin.

Bilder aus dem Klettersteig


Video aus dem Klettersteig


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Der Klettersteig selbst ist kurz und ausgesetzt aber problemlos zu klettern. So mancher mag angesichts der imposanten Nordwand überlegen ob er denn dem Steig gewachsen ist! Ein Kletterer der mich auf dem schmalen Zustiegspfad überholt hatte, kehrte jedenfalls am Einstieg wieder um und stieg über die Autenalm nach Neustift ab. Die Bergkulisse mit den vielen Türmen ist eindrucksvoll. Unter dem Gipfelkreuz das in leichter Kletterei zu erreichen ist, kann man bequem die Aussicht genießen.

Von der Bergstation fahre ich mit dem mit hoch gebrachten Mountainbike in sausender Fahrt nach Neustift hinunter. Damit ist der „Elfer“ ein für alle Mal abgehakt!

die 1-te 

Das Wetter ist zur Zeit einsame Spitze und deshalb bin ich in die Stubaier gefahren um endlich auch in diesem bekannten Gebiet die Klettersteige zu erkunden. Bei dem Bekanntheitsgrad der Stubaier Alpen ist es fast unglaublich, dass ich nur einmal in meinem Leben diese Berge angefahren hatte. Ich kann mich noch gut erinnern, bei der Ausfahrt von der Autobahn bereits in einem endlosen Stau gestanden zu haben. Damals kehrte ich um und fuhr in's daneben liegende Gschnitztal. Deshalb fuhr ich in den folgenden Jahren nie mehr in dieses Tal. Da hier aber einige interessante Klettersteige errichtet wurden, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen. Vorweg genommen - es war wirklich super!

Da ich erst Mittags im Stubaital ankomme, nehme ich mir denElfer Klettersteigvor, den ich mit der Bergbahn schnell erreichen kann. Bei der Preis-Diskussion mit dem Kassierer, schlägt dieser mir ein 5-Tageticket vor, das für alle Bahnen im gesamten Tal gültig ist. Zwei Bahnen befördern sogar Mountainbikes hinauf, was ich zum Ausgleich gerne nutzen werde. Die Krux ist wieder einmal die Betriebszeit der Bahn da ich schon spät dran bin und evtl. vor 5 Uhr nicht zurück sein werde.

So mache ich mich eilig auf den Weg zur Elferhütte und von dort balanciere ich auf einem "Gemssteig" dem Einstieg entgegen. Endlos lange kommt mir der Zustieg vor. Der schmale Pfad im abschüssigen Gelände verursacht mir ein flaues Gefühl in der Magengegend. Ich überlege mir wieder einmal, daß das Klettersteiggehen eine absolut sichere Sache wäre, wenn nicht diese Zu- und Abstiege wären. Endlich bin ich am Einstieg und weit und breit ist keine Seele zu sehen. Der KS selbst führt gut gesichert durch die Wand bis zu einer Scharte, wo der KS zum Elferkofel abzweigt. Den schenke ich mir, weil ich knapp in der Zeit bin und den Zeitbedarf für den Gipfel und den Abstieg nicht kenne. Leider habe ich auch meine Uhr im Auto zurück gelassen, sodass ich die Zeit nur schätzen kann. Schnell bin ich dann aber auf dem Gipfel und nach ausgiebiger Rundumsicht gehe ich über den Normalweg zur Bergstation der Elfersesselbahn zurück.

Hochzufrieden komme ich zum Auto zurück und weil ich nun doch noch eine Stunde Zeit habe, packe ich mein Mountainbike und kehre noch einmal zur Bahn zurück. Jetzt erklärt mir der Liftmanager, daß ich jede Bahn nur einmal im Tage benützen dürfe. Da er jedoch ausnahmsweise eine Ausnahme macht (ist ja sowieso kein Andrang am Lift), stehe ich kurze Zeit später erneut an der Bergstation, schwinge mich in den Sattel und fahre gemütlich ins Tal hinab.

Also der erste Tag im Stubai war schon mal sehr gut!