die 2-teEgesengrat 2635 m

Der Fernau Klettersteig eignet sich sehr gut zum Entspannen. Nachdem ich gestern an der Ochsenwand eine sehr anspruchsvolle Tour hinter mich gebracht habe, entschied ich mich heute für diesen Steig. Mit der Gondelbahn fahre ich bis zur Dresdner Hütte und von dort sind es nur wenige Minuten zum Einstieg. Eine ganze Reihe gelber Hinweistafeln zeigen, dass auch die Klettersteige so wie das gesamte Schigebiet hier voll erschlossen sind. Trotz diesem variablen Klettersteigangebot ist außer mir nur ein Kletterer auszumachen. Ich lasse alle anderen KS links liegen und steige in den mir bekannten Steig ein. Die Schwierigkeiten entsprechen D, doch sind hauptsächlich die Psyche und Technik gefordert. Überall gibt es neben den vielen Eisentritten super Griffe und Tritte im Fels. Es macht so richtig Fun, in der warmen ausgesetzten Südwand zu klettern. In der Mitte muss ich durch einen engen Spalt wo ich doch tatsächlich meinen Rucksack herunter nehmen muss um durchzukommen. Später kommt von links eine neue Drahtseilvariante herauf. So wie es mir scheint, ist sie sogar schwieriger als meine Route. Genau kann man es natürlich nur im Steig selbst beurteilen. Der weitere Aufstieg verläuft routinemäßig und bald stehe ich auf dem Egesengrat. Nach ausgiebiger Rundumsicht wandere ich langsam, die wunderbaren Dreitausender ringsum genießend, wieder zur Dresdner Hütte hinunter.

Bilder aus dem Klettersteig


die 1-te

Nach einer angenehmen Nacht auf dem Campingplatz in Neustift, bin ich schon früh unterwegs zur Stubaier Gletscherbahn. Als ich an der Talstation bin, stehen auf dem Parkplatz gerade mal 5 Autos. Mit einer der ersten Gondeln fahre ich zur Mittelstation hoch, gehe an der Dresdner Hütte vorbei und stehe kurze Zeit später am Einstieg des Fernau Klettersteiges. Auch hier ist bei hervorragendem Wetter noch kein Mensch unterwegs.

Der KS führt über den Ostpfeiler des Egesengrates hinauf. Der Steig ist professionell angelegt und zu keiner Zeit ist großer Krafteinsatz notwendig. Mit der entsprechenden Technik erreiche ich nach einer knappen Stunde problemlos den höchsten Punkt am Egesengrat. Nach kurzer Rast steige ich auf dem Normalweg zur Dresdner Hütte ab und schon befördert mich die Bahn wieder ins Tal hinunter. Mittlerweile haben sich einige Kletterer am KS eingefunden und ich kann von der Bahn aus noch einmal die Aufstiegsroute verfolgen. Echt imposant muß ich sagen. Als Trainings-KS verdient der Steig eine sehr gute Note.

Während ich so zu Tale schaukle, überlege ich mir was ich mit dem angebrochenen Tag noch anstellen könnte. Beim Rundumblick fällt mir immer wieder die markante Spitze der Serles ins Auge! Dieser Berg hat es mir angetan, denn als Kind las ich einmal ein Buch, das von der Besteigung dieses Berges handelte. Jedes Mal wenn ich zum Brenner fuhr, reizte mich dieser Gipfel! Heute muß er dran glauben.