Tristkogel 2095 m

Bilder aus dem Klettersteig

Nach einer längeren Pause versuche ich meine "Kletterkünste" auf's neue am Tristkogel Klettersteig. Ausnahmsweise verlasse ich mich auf die Beschreibung in meinem Klettersteigführer "Extreme Klettersteige in den Ostalpen" und fahre erst mal nach der Beschreibung "...im Ort Aurach beim Gasthof Hechenmoos nach links abzweigen..." weit die falsche Straße hinauf, nachdem ich am Ortsendeschild wieder umgekehrt bin. Im Internet hätte ich bei "klettersteig.de" eine weitaus bessere Anfahrtsbeschreibung gefunden

Schließlich finde ich aber doch die richtige Auffahrt und parke bei den Ruinen. Der weitere Zustieg ist problemlos. An der Oberkaser Alm folge ich zunächst der rot/weißen Markierung mit der Nummer 4 die viel zu weit nach rechts in Richtung Tor führt. Der Zustieg führt von der Alm direkt senkrecht zu dem mit einem weißen Pfeil markierten Einstieg empor. Der anfangs fast nicht erkennbare Pfad ist weiß markiert.

Massive Eisenleitern führen zu einer mit Eisenstiften gespickten Wand hinauf. Die nordseitige Wand ist total feucht und Wasser tropft unablässig von der über mir schwarz aufsteigenden Wand herab. Wenn ich nicht gerade auf einer der rutschigen Leitern oder Eisenstifte gehe, bewege ich mich auf nassen Schrofen. Die Kletterei am Fels kommt hier eindeutig zu kurz. Dafür muß ich mich voll auf die teilweise abenteuerlich mit Reepschnüren befestigten Leitern verlassen. Nur gut, daß die Drahtseilsicherung perfekt ausgeführt ist. Über erdige Schrofen gelange ich zum Vorgipfel des Tristkogels, dessen Name bezeichnend für diesen Klettersteig ist.

Nach kurzer Gipfelrast steige ich auf dem Normalweg ab und wende mich kurz vor Erreichen der Torscharte nach links um den Tristkogel auf einem breiten Wanderweg zu umrunden. Das traumhafte Wetter entschädigt mich für den nicht gefundenen Kletterspaß. Als lohnendes Schitourenziel bleibt mir der Tristkogel jedenfalls in besserer Erinnerung.