die 6-te, 14.09.2017

pfeil 2

Das Wetter ist super und so fahre ich noch ins Zillertal um meinen Urlaub abzuschließen. Die Pfeilspitzwand ist mein Ziel weil dort der Astegg-Klettersteig als Verlängerung neu hinzugekommen ist. Ohne Probleme komme ich bis zum Ausstieg wenngleich es eine deutliche Umstellung zu den spanischen, französischen und italienischen Klettersteigen erfordert. Das Drahtseil ist straff gespannt und eignet sich entsprechend auch wenn notwendig zum Hochziehen. Auch liegen die Eisengriffe oft weit auseinander.

Als ich in den Astegg einsteige verschlechtert sich das Wetter zusehends. Deshalb beschließe ich in der Mitte des Steiges wieder umzukehren und klettere den Steig wieder ab. Die Entscheidung war richtig denn beim Abstieg auf dem Bergweg unterhalb der Zimmerebenalm bläst mich ein aufkommender Sturm fast vom Weg. Unten auf der Straße beginnt es kräftig zu regnen was aber mit der mitgeführten Kleidung keine Rolle mehr spielt. 

Bilder aus dem Klettersteig

die 5-te, 21.06.2017

Der Pfeilspitz ist neben dem Zimmereben KS ein ernst zu nehmender Nachbar. Seine Schwierigkeiten liegen etwas unter dem Zimmereben aber Kraft braucht man auch hier und eine gute Technik. Viele Zwischenschritte sind im Fels vorzunehmen denn die Klammern liegen oft weit auseinander. Frühes Umhängen ermöglicht oft ein schnelles Überwinden der heiklen Stellen. Der Liegeplatz in der Mitte des Steiges fordert zu einer kurzen Rast auf bei der man die wunderbare Aussicht genießen kann. Ein Kletterer vor mir ist schon an seine Grenzen gelangt aber ich beruhige ihn auf Englisch indem ich ihm versichere dass er die schwierigsten Stellen bereits hinter sich gelassen hat. Allerdings fordert die letzte Kante noch einmal Krafteinsatz und mit einem kurzen Klimmzug wird der letzte kleine Überhang bewältigt.

Am Ausstieg angelangt sehe ich dass der KS offensichtlich verlängert wird denn die ersten Meter sind soweit ich erkennen kann schon mit Drahtseilsicherung ausgestattet. Es wird sicher eine weitere nette KS-Angelegenheit werden denn die Erbauer haben es wirklich drauf.

die 4-te (Zillertal)

Der Wetterbericht hat für den Nachmittag Regen angesagt. Wenn ich schon im Zillertal bin werde ich den KS noch vor dem Regen mitnehmen. Der Zustieg ist schnell erledigt und der Steig in hervorragendem Zustand. Auch hier kann man das komplette KS-Trainingsprogramm durchführen und spart sich den Fitnessclub. Dunkle Wolken ziehen ringsum auf doch erst am Ende des KS beginnt es zu regnen. Also auch bei leichten talnahen Touren ist Bergausrüstung wichtig. Beim Abstieg kenne ich den Berg fast nicht mehr. zum grössten Teil hat man den Wald abgeholzt um eine Seilbahn auf das Zimmereben Gasthaus zu bauen. Es wird lange Zeit dauern, bis diese radikalen Maßnahmen wieder einigermassen von der Natur zurückerobert werden können. Schön ist es dort jetzt nicht mehr. Da ist im Gegensatz dazu die Drahtseilmontage der Klettersteige fast nicht zu erkennen. Für die Wanderer ist der Kahlschlag auf alle Fälle nicht gut anzuschauen.

die 3-te

Parkplatz: N47° 10.514' E11° 51.750' 

Neben dem Zimmereben KS ist dieser Sportklettersteig ein weiterer anspruchsvoller KS. Durchwegs perfekt gesichert benötigt er in vielen Stellen eine gute Technik um die oft abdrängenden Passagen bis zum Ende gut zu bewältigen.

Obwohl es ab der Mitte des KS einen Regenschauer gab, konnten wir immer mit der angewandten 2-Karabiner-Technik die Tour gut beenden. Voraussetzung ist eben auch in einem kurzen Tal nahen KS, ein mitgeführter Anorak, Klettersteig geeignete Schuhe und vernünftige Ausrüstung um auch bei diesen Verhältnissen sicher gehen zu können. Obwohl es bei unsicheren Wetterverhältnissen insbesondere bei Gewittergefahr natürlich besser ist, eine Klettertour nicht erst zu beginnen, kann es gerade bei längeren Touren im Sommer doch einmal zu Regenfällen im Verlauf der Tour kommen. Dafür ist dann die Erfahrung die man in einem Tal nahen Sportklettersteig bei diesen Verhältnissen sammeln konnte hilfreich. Die Tritte im Pfeilspitz KS sind glücklicher Weise noch nicht so stark abgescheuert wie z.B. im Mori KS wo bei nassem Fels hohe Rutschgefahr besteht. Auch bei den vorhandenen Eisenbügeln ist bei Nässe ein Abrutschen sehr leicht möglich. Mich überrascht es immer wieder, wenn ich sorglose Leute im KS sehe die mit Turnschuhen nur mit Klettergurt ausgerüstet, oft auch noch ohne Helm unterwegs sind!

Auf jeden Fall ist dieser KS ein perfektes Trainingsareal im Zillertal um für größere Touren eigene Technik und Bewegungsabläufe zu üben. 

einstieg

Bilder aus dem Klettersteig

Video aus dem Klettersteig


felsfun.de -

2017
2017
 

die 2-te
Wenn der Himmel voller Wolken hängt, dann ist der KS gerade recht. Schnell zu erreichen von der Straße aus und mit vielen anspruchsvollen Stellen.
die 1-te 
Ein neuer Klettersteig wurde neben dem Zimmereben-Klettersteig gebaut. Den musste ich natürlich heimsuchen!
Der Zustieg durch den Wald von der Straße aus ist kurz. Die Sicherungen sind perfekt mit kurzen Abständen der Befestigungen. Der Felskontakt beschränkt sich auf wenige Griffe. Meist greift man mangels sauberer Felsgriffe in's Drahtseil und die massenhaft vorhandenen Eisentritte um sich hochzuziehen. Einige Stellen erfordern gutes Zupacken, sind aber gut zu meistern.Der Spaßfaktor hält sich in Grenzen, da die starke Besucherfrequenz insbesondere am Wochenende zu Stauungen führt.
Insgesamt ist es eine weitere Bereicherung zum Klettersteigtraining im Zillertal. Man muss aber dann unbedingt auch noch den nahen Gerlosstein in's Auge fassen, dann hat man einen gelungenen Klettersteigmix.