die 7-te,
Parkplatz: N47° 10.514' E11° 51.750' 

Bei meiner weiteren Heimreise mache ich bei strahlendem Sonnenschein und um die stundenlange Fahrerei von Italien herauf zu unterbrechen einen Abstecher in’s Zillertal. Der Zimmereben soll den krönenden Abschluss dieser Urlaubsreise bilden. Auf dem Parkplatz zum KS sind bereits viele Autos und ich bin gespannt wie lange ich am Einstieg warten muss. Der Zustieg ist kurz und es sitzen 4 Kletterer auf einer Ruhebank in voller Ausrüstung. Während ich meinen Klettergurt anlege, stehen sie plötzlich auf und statt einzusteigen verlassen sie den Einstieg in Richtung Tal. Da hat wohl wieder einmal der Klettersteig-Teufel zugeschlagen! Es sind ja auch die ersten Meter des KS wo sich zwangsläufig die Spreu vom Weizen trennt. Wer hier schon nicht zurecht kommt ist auch gut beraten umzukehren, denn in diesem Stil geht es den ganzen KS weiter. Ich verwende einige Male meine Express-Schlinge einfach um Kraft zu sparen und um meine Kräfte insbesondere für die Schlüsselstelle in der Mitte des KS zu schonen. Auch das Handling mit meiner Videokamera erfordert große Konzentration und auch Kraft. Zufrieden erklimme ich schließlich den Ausstieg und freue mich wieder einmal dass trotz meines fortgeschrittenen Alters diese Sportart immer noch möglich ist und „FUN“ macht.

zimmereben intro 

Bilder aus dem Klettersteig

Videos aus dem Klettersteig


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die 6-te

Der Zimmereben KS benötigt schon am Einstieg einen ordentlichen Krafteinsatz. Da auch im weiteren Verlauf noch einige schwierige Stellen (auch die Schlüsselstelle) den vollen Einsatz erfordern, muß man mit seinen Kräften ergonomisch umgehen. Am nahe gelegenen Huterlaner kann man zuerst seine Klettersteigtechnik überprüfen um dann hier durchzustarten!

die 5-te

Der Start in die Klettersteigsaison 2013 wird auch im Mai noch durch das schlechte Wetter in den Bergen behindert. Die letzten Tage bescherten uns Schnee der bis auf 1700 m herunter winterliche Bedingungen schuf.

Der Zimmereben-Klettersteig ist deshalb wieder einmal das erste Ziel um auszuprobieren, ob der allgemeine Trainingszustand nach der Winterpause den Anforderungen im Klettersteig noch gerecht wird.

Die Sonne brennt heute ausnahmsweise einmal richtig herunter und nachdem ich meinen dort neuerdings erhobenen Parkplatzobolus entrichtet habe, gehe ich mit sommerlicher Ausrüstung zum Einstieg. Im nahe gelegenen Pfeilspitzwand-Klettersteig sind bereits viele Kletterer unterwegs. Im Zimmereben herrscht dagegen absolute Stille. Der abdrängende Einstieg hier erfordert eben beherztes Zupacken. Ich werde heute einige Videoaufnahmen mit einem speziellen Stativ ausprobieren um meine Videos zu verbessern. Ich benütze zwar seit einiger Zeit auch eine Helmkamera, aber die Aufnahmen sind meistens verwackelt. Nur wenn man den Kopf im Zeitlupentempo bewegt, ist das Ergebnis einigermaßen brauchbar.

Der Klettersteig ist staubtrocken und zuversichtlich lege ich mein Kletterset an. Die geplante Videoaktion entwickelt sich aber zum kraftraubenden Klettersteigtraining. Zuerst aufsteigen, Kamera irgendwie befestigen, zurückklettern, Auslöser mit Fernbedienung betätigen und wieder hochsteigen und das nicht nur ein Mal. Das geht natürlich nur, wenn der Klettersteig nicht von weiteren Kletterern durchstiegen wird, also unter der Woche. Meine Helmkamera fällt schon nach kurzer Zeit wieder einmal wegen der leeren Batterie aus, obwohl ich sie zuhause voll geladen habe. In der Schlüsselstelle ist dann Schluss mit der Filmerei. Bei der Kamerabefestigung an einer exponierten Stelle bricht mir die Stativhalterung auseinander, doch die vorsorglich an einer Reepschnur gesicherte Kamera stürzt nicht ab. Die Kamerabefestigung am Stativ ist eben nicht für derartige Einsätze geschaffen. Dazu kommt natürlich die eigene Grenzsituation in einer Schlüsselstelle wo der ganze Körper angespannt und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist.

Für den Rest der Tour begnüge ich mich mit einigen Fotos und genieße den Rest des schönen Klettersteiges.

die 4-te
Der KS gehört auch zu den talnahen Touren. Ringsum liegt noch Schnee auf den Bergen, aber der Steig ist trocken. Es ist der schwerste der drei nebeneinander liegenden KS neben Huterlaner und Pfeilspitzwand.
Am Ende der Schlüsselstelle im Mittelteil ist die massive Drahtseilbefestigung herausgebrochen. Da aber alle anderen Sicherungen perfekt sind, ist es im Moment noch kein richtiges Hindernis.
die 3-te
Um einen direkten Vergleich zum Pfeilwandspitz KS zu bekommen bin ich noch schnell durch diesen KS gestiegen. Er ist deutlich schwerer und hat einige kraftraubende Stellen. Durch die drei nebeneinander liegenden KS hat man 3 verschiedene Schwierigkeitsgrade und kann sich somit als Anfänger über Huterlaner, Pfeilspitzwand und Zimmereben KS gut steigern bzw. seine Technik trainieren.

die 2-te

Ein interessanter Klettersteig in Talnähe zur Vorbereitung auf anspruchsvolle Touren.

die 1-te

Das Zillertal ist mittlerweile auch für Klettersteigler ein hervorragendes Ziel geworden. Im Frühjahr, wenn die meisten hoch gelegenen KS noch nicht begehbar sind, sind drei Klettersteige fast vom Auto aus erreichbar. Für jeden ist etwas dabei. Die Reihenfolge dabei dürfte von unten nach oben der Huterlaner, dann der Zimmereben und schließlich der Ginzlinger KS sein.

Das einzige Manko ist natürlich der große Andrang an Wochenenden. Bereits am Einstieg bildete sich die erste Warteschlange und erst ab dem "Ameisenbaum" hatte ich freies Terrain. Es überschätzen doch einige ihre Fähigkeiten und mühen sich kraftraubend beim Hochsteigen ab. Kurse für das Klettersteiggehen werden wohl in der Zukunft an Bedeutung gewinnen, da dieser Sport offenbar immer beliebter wird. Wo kann man denn schon sonst so bequem und ohne großes Risiko derartigen Spaß gewinnen? Den Steig Barfuß zu durchklettern, würde ich auf alle Fälle keinem Neuling raten! Mit Bildern dieser Art wird meines Erachtens nur erreicht, daß auch nicht so gut informierte diesen Versuch unternehmen. Im hochalpinen Gelände steigt das Risiko beträchtlich. Oft erlebte ich, daß gerade der Abstieg auf einem unversicherten Steig wesentlich gefährlicher war, als der Klettersteig. So hat dieser Sport auch wieder seine Grenzen.

In Talnähe jedenfalls werden Klettersteige zu einem wichtigen Tourismusmagneten werden.