In Gaucin folge ich den Wegweisern zum Castillo del Aguila. Durch schmalste Gassen komme ich nahe des dort vorhanden Parkplatzes 36° 30.998' -5° 18.830' an. Die Zufahrt ist wegen einer Baustelle gesperrt und so parke ich mein Auto in einer der schmalen Gassen und gehe von dort zielstrebig einem kleinen Hinweis zur Ferrata folgend zum Castillo hinauf. Zum ersten Mal auf meiner Tour befindet sich hier eine Übersichtstafel für den KS exakt am Einstieg 36° 31.019' -5° 18.716'. Es ist für mich schon wirklich unglaublich in welcher schlampigen Weise in dieser Gegend die Markierungen für Wanderer angebracht sind. Manchmal denke ich dass ein System dahinter steckt, dann aber gewinne ich wieder den Eindruck dass es einfach der Mentalität der Spanier entspricht Zustiege möglichst geheim zu halten um nur die Insider an Einstiege heran zu bekommen.

Hier jedenfalls ist alles bestens organisiert. Der Steig erweist sich als äußerst anstrengend. Alle Passagen sind ausgesetzt, überhängend und nur mit Kraftaufwand und starker Psyche zu schaffen. Auch hier sind zwei Tyroliennes installiert die ausnahmsweise auch echten Spaß machen. Allerdings ohne das entsprechende Equipment ist man hier zum Umkehren gezwungen. Ein Kletterer kam mir deshalb auch schweißüberströmt entgegen da er keine Rolle dabei hatte um den KS zu beenden.

Ich freue mich wieder einmal dass ich vor meiner Abreise nach eine Petzl-Seilrolle gekauft und mitgebracht habe. Auch in den Tibetbrücken wo oben ein Sicherungsseil gespannt ist läuft die Sicherung über die Rolle besser als mit eingehängtem Karabiner. Mittlerweile sichere ich meine Rolle zusätzlich mit einer Schlinge da sie sich beim Einhängen in das Drahtseil sehr leicht verabschieden kann. Sicherheit vor Schnelligkeit ist bei dem Handling mit der Seilrolle unabdingbar.

Bilder aus dem Klettersteig

Video aus dem Klettersteig


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