Nach einer kalten Nacht und einem nicht gerade aufregenden Frühstück versuche ich diese Ferrata zu finden. Trotz intensiver Vorbereitung im Internet und diverser GPX-Dateien ist es vor Ort schwierig den richtigen Zugang zum KS zu entdecken. Irrfahrten durch extrem schmale Gassen in Archidona wo mein Navi schlichtweg unbrauchbar ist, habe ich schon am Vortage hinter mich gebracht. Obwohl ich dabei den Ausgangspunkt des KS entdeckt habe fahre ich heute erst einmal endlos lange durch enge Einbahnstraßen bis ich endlich die richtige Spur finde.

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Ein eisiger Wind empfängt mich beim Aussteigen aus meinem Auto am Parkplatz 37° 06.138' -4° 23.244' und lässt mich alle verfügbaren Kleidungsstücke anlegen. Schnell bin ich über einen gut erkennbaren Pfad am Einstieg 37° 06.075' -4° 23.257'. Ohne Schwierigkeiten aber ständig begleitet von stürmischen Winden komme ich an einer 30 m Seilbrücke an an der ich mir am rostigen Drahtseil den rechten Zeigefinger ansteche. Eigentlich sind die Sicherungen sehr gut, aber im Detail ist doch Aufmerksamkeit angesagt. Auf einem Felsen hinterlasse ich einen blutigen Fingerabdruck und bin schließlich froh an der Kapelle „Unserer Lieben Frau von Garcia“, einer kleinen Kapelle des achtzehnten Jahrhunderts, die innerhalb der Mauern der alten maurischen Burg gebaut wurde einen sonnigen windgeschützten Platz zu finden. 

In einem weiten Bogen steige ich durch Olivenhaine weglos ohne Markierung, aber gut übersehbar zum parkenden Auto ab.

Video aus dem Klettersteig


Via Ferrata Sierra de Gracia, Archidona 2016