Unweit der Stadt Gaucin befindet sich dieser KS. Ohne GPS nicht zu finden! Ein geschlossenes Weidetor öffne ich um näher an meinen gespeicherten Ausgangspunkt 36° 31.859' -5° 20.902' zu gelangen. Dann allerdings finde ich auf dem hier abzweigenden Weg die ersten Klettersteig-Hinweise.

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Das war’s aber auch schon. Nach meinem gespeicherten Garmintrack verlasse ich am ersten in Richtung Wand abzweigenden Pfad das Sträßchen. Ohne wirklich sicher zu sein dass ich auf der richtigen Spur bin, folge ich dem Pfad der sogar ab und an mit einem Steinmännchen markiert ist und erreiche schließlich einen hohen Weidezaun wo tatsächlich eine Durchgangsmöglichkeit vorhanden ist. Unmittelbar am Wandfuß sehe ich jetzt den Einstieg 36° 31.643' -5° 20.970'.

Wie bekannt geht es an Klammern über die Wand hinauf immer mit schöner Aussicht und begleitet von eindrucksvoll kreisenden Adlern. Doch dann kommt der schwierigste Teil meiner Urlaubstour.

Es ist eine ca. 10 m lange Drahtleiter deren ca. 20 cm breiten Sprossen ca. 30 cm auseinander liegen. Diese Leiter hängt völlig frei nur oben und unten befestigt. Das lockere Sicherungsseil bietet keinen Halt und auch die Felsen sind zu weit entfernt um sich daran abstützen zu können. Nur mit Armkraft ist die Aufwärtsbewegung möglich, denn wenn man das Bein durchstreckt weicht sofort die Leiter aus und man hängt sozusagen in einem Überhang. Meine Express-Schlinge verhilft mir zu erleichternden Pausen wenngleich auch deren Einsatz nur mit erheblichem Kraftaufwand möglich ist. Schwitzend erreiche ich das Ende der Leiter und stelle einmal mehr fest dass das Klettern in diesen „Ferratas“ hier mehr mit Bouldern als mit Klettersteiggehen vergleichbar ist. Nur mit dem Unterschied dass keine Matte am nahen Boden einen Sturz abfangen kann. Der Rest des KS ist als normal zu bezeichnen und der Abstieg weglos entlang eines hohen Drahtzaunes ist rutschig und dreckig zugleich.

Bilder aus dem Klettersteig

Video aus dem Klettersteig


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