Über Gstaad fahre ich Richtung Col du Pillon und schlage mein Lager in Gsteig auf. Ich will die Ferrata de la Tête aux Chamois machen. An der Seilbahn mit der ich bis zur Mittelstation Cabane auf den Tête aux Chamois hinauffahren will, erfahre ich, dass die Ferrata wegen eines Felssturzes gesperrt ist. So spare ich mir 54 Fränkli, was eigentlich m.E. für eine Bergbahn zu teuer ist. Den Rest des Tages widme ich meinem Mountainbike, was mich auch ordentlich ins Schwitzen bringt.

Am nächsten Tag fahre ich nach Champéry um die Ferrata de Tière zu durchsteigen. Die Ferrata hat zwar nur 140 Höhenmeter zu durchklettern, aber es soll eine abwechslungsreiche Ferrata mit grandiosem Abstieg sein. Die derzeitige Sommerhitze beschert ca. 35 ° C sodass die Tour angenehm im Schatten der nordwestlich ausgerichteten Wand angenehm sein wird. Vom Parkplatz der Seilbahn aus beeindruckt mich auf der gegenüber liegenden Seite des Val d’Illiez die beeindruckende Wandflucht der „Rives“, in der auf der Galerie Défago der Abstiegsweg verlaufen wird.

Der Zustieg über Straßen und schließlich empor im Wald ist schnell geschafft. Eine junge Gruppe überholt mich beim Aufstieg, doch am Einstieg will keiner so recht das Klettern beginnen. Ich lasse mir viel Zeit mit Fotografieren, da ich für meine Videos gerne Kletterer vor mir habe die ich filmen kann.

Am Anfang geht es einfach über Grasbänder bergauf. Dann folgt nach einer glatten Wand die erste Brücke über den unter mir brausenden Wildbach. Kurz darauf folgt eine zweite, an Drahtseilen befestigte Brücke. Es macht einfach großen Spaß in diesem kleinen Klettersteig. Die letzte senkrechte Wand fordert insbesondere mit dem letzten Überhang doch noch etwas Körpereinsatz. Dann ist der Steig auch schon zu Ende.

Der Abstieg zurück nach Champéry ist dann weit, aber eine echte Attraktion. Hoch über dem Dorf führt der Weg in einer gewaltigen Wand auf einem schmalen Felsband der Galerie Défago zurück.

Es war bis jetzt der lustigste KS den ich in der Schweiz gegangen bin.

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